Geschichte des Freiberger Kunstvereins

1885 | 1885 | 1885 | 1885 | 1886 | 1886 | 1888 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000

1885Heinrich Constantin Gerlach, Buchdruckermeister (bis Mitte 20. Jh. existierte die Buchhandlung „Craz & Gerlach“ auf der Burgstr. 22)
gründete mit interessierten Bürgern den Freiberger Kunstverein


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14.05.1885[…] Diese „erste Freiberger Kunstausstellung“, welche nach deren geschriebenem Katalog ca. 200 Nummern zählte […]

Ein ziemlich eingehender Bericht über dieselbe findet sich veröffentlicht im Freiberger Anzeiger vom Jahre 1885 Nr. 111 und wurde am 14. Mai genannten Jahres in Gegenwart der Behörden der Stadt feierlich eröffnet und am 7. Juni geschlossen, verhältnismäßig aber nicht eben stark besucht, was möglicherweise mit durch den vielleicht etwas zu hoch gesetzten Eintrittspreis zu erklären sein dürfte.


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19.05.1885[…] Da während der Ausstellung eine Zeichnungsliste auslag Behelfs der Sammlung von Unterschriften zu der beabsichtigten Bildung eines „Freiberger Kunstvereins“, so wurden es möglich, dass bereits am 19. Mai 1885 Vorschläge für die Wahl des Vorstandes vorgelegt werden konnten […]

Ein Statut vom 19. Mai 1885 laute bezüglich des Zwecks des „Freiberger Kunstvereins“ wie folgt:

§2 Der Verein hat den Zweck, die bildenden Künste zu fördern. Diesen Zweck sucht er namentlich dadurch zu erreichen, dass er:

a) Ausstellungen von Werken der bildenden Kunst veranstaltet ;
b) durch Ankauf bzw. Schenkungen eine eigene Kunstsammlung erwirbt, welche den Namen „Freiberger Kunst-Museum“ führen soll und in welche auch gegen Revers gebliebene Gegenstände Aufnahme finden ;
c) für öffentliche Kunstpflege in der Stadt Freiberg zu wirken sucht.


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20.06.1885„Der Freiberger Kunstverein, der seither das zweifellos vorhandene Kunstinteresse unserer Bürgerschaft nur in bescheidenen Grenzen befriedigen konnte, sieht sich in der erfreulichen Lage, dies in weit reichendem Maße tun zu können, nachdem er dem Sächsischen Kunstausstellungsverband beigetreten ist.

Diesem gehören bis jetzt die Stadtverwaltungen von Annaberg, Aue, Buchholz, Glauchau und Riesa, die Kunstvereine in Bautzen und Freiberg sowie der Gewerbeverein in Zittau an. Der Verband verfolgt den Zweck, die ihm angehörenden Städte mit den Werken der bildenden Künste in Wanderausstellungen fortlaufend bekannt zu machen. […]"

Der Vorstand des Freiberger Kunstvereins
Dr. Papperitz


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30.01.1886Auszug:

Mitteilung des Freiberger Kunstvereins, dass genannter Verein am 22. November 1885 ein vom ihm zu Ausstellungszwecken ermietetes großes Zimmer im Beyerschen Hause (Kirchgasse 15, 1. Etage, Eingang im Hofe) als Freiberger Kunstlokal eröffnet hat. Dasselbe wird bis auf weiteres jeden Sonntag von 11 bis 01 Uhr geöffnet.

Es ist darin der größere Teil der dem Freiberger Kunstverein gehörigen Kunstwerke der Malerei und Plastik bleibend untergebracht und es sollen außerdem noch abwechselnd Gemälde, Kupferstiche, Photographien und sonstige Kunstgegenstände sowohl aus dem Privatbesitz wie aus dem Kunsthandel ausgestellt werden, sodass hier dieselbe Gelegenheit geboten ist, auch die neuesten Erscheinungen auf dem Gebiete der Kunstliteratur näher kennen zu lernen. […]

Noch sei bemerkt, dass eine Nachricht über die allsonntäglich neu ausgestellten Kunstwerke am vorhergehenden Abend im „Freiberger Anzeiger“ gegeben werden wird.


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30.03.1886Beschlussfassung über die Vermietung der Leihhauslokalitäten:

Bittschreiben des Vorstandes des Kunstvereins an den Stadtrat wird vorgetragen, ihm die 1. Etage des früheren Leihhauses gegen einen jährlichen Mietzins von 100 M zu überlassen und die erforderlichen baulichen Herstellungen aus städtischen Mitteln zuvor bewirken zu lassen.

Auszug aus dem Genehmigungsschreiben des Stadtrates:

[…] Freilich muss, wenn ein Kunstverein die Unterstützung aus öffentlichen Mitteln verdienen will, dafür Garantie geboten sein, dass jener öffentliche Nutzen immer sein Strebziel bleibt. […]


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12.05.1888Auszug:

In der heutigen, im Zimmer des Herrn Bürgermeister Beutler unter dessen Vorsitz abgehaltenen Sitzung des Vorstandes des Kunstvereins, der sämtliche Mitglieder beiwohnten, wurden folgende Beschlüsse gefasst:

1. Die vom Kassierer, Rechtsanwalt Heisterbergk, abgelegte Rechnung ist vom Vorsitzenden geprüft und richtig befunden worden, sie schließt mit einem Kassenbestand von 153 M 26 Pf. ab, abgesehen von 307 M 10 Pf.

2. Man ist willig bis 150 M für ein etwa zu beschaffendes Lokal zu zahlen, auch wird eine Ausstellung, zunächst von den vom Sächsischen Kunstverein zu entleihenden Bildern, und zwar mit dem 3. Juni als Eröffnungstag, in Aussicht genommen.

3. Die Generalversammlung soll Mittwoch, den 30. Mai abgehalten werden. Den Jahresbericht zu entwerten wird der Unterzeichnete beauftragt.

4. Es wird in Aussicht genommen, dem Kunsthändler Gutbier die Radierung des Leubachschen Kaiserbildes abzukaufen. Herr Dr. Schertel wird damit beauftragt.
Vorgelesen, genehmigt, mitunterschrieben.


M. Rachel

Gez.: Beutler,
Heisterbergk,
Börner,
Gerlach,
Schertel



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199125.Mai 1991 im Freiberger Cotta-Haus – Gründungsversammlung des Freiberger Kunstvereins.

Jedem an bildender Kunst Interessierten steht der Verein offen, ohne Aufnahmeverfahren, ohne ideologische Prüfung.
Eine für Ostdeutsche neue Erfahrung. Es herrschen Aufbruchstimmung, Hoffnung und Zuversicht. Landrat Eberhard Löffler und Freibergs Bürgermeister Konrad Heinze sind unter den Gästen. Heinze begrüßt den neuen Verein als Partner, verspricht Unterstützung. Eine Ausstellung (Malerei, Grafik und Plastik) mit Arbeiten von 19 Gründungsmitgliedern wird am gleichen Tag im Cotta-Haus eröffnet.


Dann im September die dreitägige Aktion „Freiberg in Europa“, mit der der neue Verein erstmals vehement auf sich aufmerksam macht!

Im Cotta-Haus und dem angrenzenden Scheringer-Park (heute Albert-Park) entwickelt sich ein Kunstspektakel mit Musik, bildender und darstellender Kunst, getragen von den Vereinsmitgliedern sowie Gästen aus Amberg, Calw und Decin.
Volker Träger und Paul Bojack gestalten im Park ein 40-Meter-Band mit den Darstellungen der Europafahnen;
Volkmar Kircheis und Günther Hertel erarbeiten einen 35 Meter langen Fries mit europäischen Symbolen und dekorativen Elementen entlang des Zaunes rund um das Cotta-Haus.
Unweit davon werden Pfähle bemalt – Grenzpfähle – von den Schülern des Gymnasiums „Geschwister Scholl“ Freiberg und von den Jugendlichen der Jungen Gemeinde von St. Johannis unter der Leitung des Bildhauers Klaus Korth. Dann werden die Grenzpfähle auf einen Haufen geworfen. „Da wir sie nicht mehr brauchen!“


Weitere Aktivitäten im Gründungsjahr des Vereins:

Im Oktober gibt es im Cotta-Haus die nächste Ausstellung, an der sich 22 Mitglieder beteiligen.
Diese Exposition geht mit etwa 50 Arbeiten dann im November in Freibergs französische Partnerstadt Gentilly. Sie wird von 8 Vereinsmitgliedern begleitet.

Im Dezember beschließt der Brand-Erbisdorfer Volkmar Kircheis mit einer Schau von ca. 60 Arbeiten im Freiberger Naturkundemuseum die 91er Ausstellungsfolge.
Kircheis ist vor allem Landschafter, beherrscht die unterschiedlichsten Maltechniken. Seine Motive findet er vorzugsweise in der heimatlichen Landschaft und an der Ostsee.


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1992Im Gegenzug zur Ausstellung Freiberger Künstler im Vorjahr in Gentilly bekommen im November 14 Künstler aus der französischen Partnerstadt die Gelegenheit im Freiberger Naturkundemuseum ihre Arbeiten zu zeigen.

Die Vereinigung von Kunstschaffenden mit der Bezeichnung „Cercle d´Art“ stellt Malerei, Plastik und Fotografie vor.
Vielfältige Techniken und teils ungewohnte Sichtweisen sind für diese Schau charakteristisch. Ebenso ungewöhnlich ist, dass die ungegenständlichen Arbeiten überwiegen.
Der Maler und Architekt Robert Weinberger äußerte im Gespräch beispielsweise, dass er eine lyrische Abstraktion anstrebe. Durch Farben und Komposition wolle er rein aus dem Gefühl heraus die Zeit widerspiegeln, seine Erlebnisse und Verbindlichkeiten verarbeiten.


Die neu gewonnene Freiheit nach der deutschen Wiedervereinigung drückt sich auch in erweiterten Ausstellungsmöglichkeiten aus.

So bestreitet Holger Koch (zusammen mit Peter Wagler) eine Ausstellung in der Volksbank Siegen.


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1993Einer der Ältesten des Vereins, Paul Bojack, begeht seinen 80. Geburtstag.

Mit seinen Zeichnungen, Linolschnitten, Radierungen und Ölpastellen, vor allem aber mit farbenfrohen, stimmungsvollen Aquarellen ist er weit über die Freiberger Region hinaus bekannt geworden.
In zäher leidenschaftlicher Arbeit hat er in langen Jahren, besonders jedoch nach dem 65. Lebensjahr, als die Last des Brotberufs weggefallen war, ein umfängliches und qualitativ beachtliches Werk hervorgebracht.
Künstlerische Vorbilder waren ihm dabei Otto Paetz und der bei Freital ansässig gewesene Curt Querner.
In seinen Landschaften und Blumenstilleben gelangt Paul Bojack, der gebbürtige Schlesier, zu einer unkomplizierten Bildsprache, zu einer Innigkeit und optimistischen Weltsicht, die ihm große Publikumsresonanz sichern. Das künstlerisch- handwerkliche Rüstzeug erwarb sich der Autodidakt vornehmlich im Mal- und Zeichenzirkel der Bergakademie Freiberg, dem er seit dessen Gründung 1950 angehört.
Dem jahrzehntelangen verdienstvollen Leiter des Zirkels, Volker Träger, hat Paul Bojack dabei gewiss viel zu verdanken.
In seinem Jubiläumsjahr hat er 3 Einzelausstellungen: im Cotta-Haus, im Freiberger Naturkundemuseum und im Lohgerbermuseum Dippoldiswalde.


Auch Volkmar Kircheis, neben seiner Tätigkeit aus Kunsterzieher ein produktiver Maler und Grafiker, kann auf eine rege Ausstellungstätigkeit verweisen.


Die Partnerstadt Brand-Erbisdorfs, Dillingen a. d. Donau, ermöglicht ihm im Rathaus auszustellen.
Kircheis zeigt dort 40 Arbeiten (Malerei und Grafik). Danach gibt es von ihm eine Präsentation mit etwa 30 Arbeiten im Cotta-Haus Freiberg.


Mit ebenfalls 3 Personalausstellungen wartet Holger Koch auf:

In der Galerie 88 in Hanau, im Gellert-Museum Hainichen und in der Hypo-Bank Freiberg kann sich das Publikum an seinen hintergründigen Malerein und Grafiken erfreuen.


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1994Die Kontakte mit der Darmstädter Sezession hatten es einigen Freiberger Vereinsmitgliedern ermöglicht, am jährlich stattfindenden Pleinair in Mirabel (Südfrankreich) teilzunehmen.

Nun wird im Naturkundemuseum eine Ausstellung gezeigt, in der einige Ergebnisse des 92er und 93er Pleinairs vorgestellt werden.
Dreizehn Beteiligte zeigen 36 Arbeiten; neben Darmstädter Sezessionisten präsentieren Antje Müller, Carsten Gille, Volker Beyer und Günther Hertel ihre Eindrücke von der Landschaft um Mirabel im Departement Ardéche.

Anregend für den Betrachter die unterschiedlichsten Materialien, Formate und (sowohl abstrakten als auch realistischen) Sichtweisen. So arbeitete Antje Müller mit Mischtechniken, in die hinein sie collagierte.
Auch der Frauensteiner Carsten Gille ging einen ähnlichen Weg, indem er seine Acrylmalereien mit Collagen kombinierte.
Ein ganz anderes künstlerisches Temperament verkörpert der
Langenauer Volker Beyer. Vor seinen relativ großformatigen Gouachen und Ölbildern hat der Betrachter fast stets den Eindruck des Heftigen, Ungestümen in Komposition und Farbwahl.
Günther Hertel hingegen fand unter der gleißenden südlichen Sonne zu einer spontaneren Maltechnik. Jahrelang hatte er die altmeisterliche Öl-Lasurmalerei betrieben, nun brachte der dreiwöchige Arbeitsaufenthalt in Frankreich den Umstieg auf Temperafarben, meist lasierend verwendet, auf tonigen Packpapieren.


Im Sommer beteiligte sich eine Reihe von Vereinsmitgliedern an einer Verkaufsausstellung in der Galerie Koch am Freiberger Petriplatz.

,,Künstler sehen Freiberg“
ist das Motto der Schau, die Malerei, Graphik und Plastik umfasst.
Zum 85. Geburtstag Walter Haubolds gibt es eine Ausstellung mit Malerei und Graphik im Naturkundemuseum. Es wird deutlich, dass der Autodidakt mit seinen Bildern, hauptsächlich Gouache- und Temperamalereien, sich im Kulturleben Freibergs eine Position erobert hat. Seine Motive sind vorzugsweise Freiberger Stadtansichten, Erzgebirgs- und Ostseelandschaften.


Im November die Gemeinschaftsausstellung des Vereins unter dem Titel ,,Landschaften“ mit 18 Beteiligten, unter ihnen einige bisher weniger bekannte Namen.

Erneut wird übrigens deutlich, dass es im Freiberger Kunstverein viele sog. ,,Landschafter“ gibt.
TM Rotschönberg präsentiert wiederum großflächige Ölbilder, in einer äußerst expressiven Farbigkeit, in den Spuren Karl Schmidt-Rottluffs wandelnd.
Heiner Träger zeigt Linolschnitte mit Stadtansichten, inspiriert von der Formensprache des deutschen Expressionismus.
Von Agnes Hertel sind Textilcollagen zu sehen, während Siegmar Cholet eine keramische Plastik mit dem Titel ,,Innere Landschaft“ vorstellt.
Mit Wesselin Gospodinows Bildern zeigt sich eine neue Handschrift, die großes Interesse weckt. Seine übergenau gemalten Arbeiten haben etwas Magisches, auch Surreales.


Holger Koch bestreitet zwei Einzelausstellungen: in der Galerie Krafünf Berlin und im Hotel ,,Mercure“ Chemnitz

Volkmar Kircheis hat in der Hypo-Bank Freiberg eine Exposition zum Titel ,,Impressionen Schweiz“

Agnes und Günther Hertel zeigen Collagen und Malerei ebenfalls in der Freiberger Filiale der Hypo-Bank, sowie in der Rathaus-Galerie Niederfrohna.



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1995Im März eine weitere thematische Ausstellung des Kunstvereins im Naturkundemuseum:

,,Mensch sein“ Von 19 Beteiligten sind 54 Arbeiten zu sehen, neben Malerei auch Collagen, Graphiken und Plastik. Während Antje Müller zu mythologischen Themen einige Collagen schuf, äußern sich Volker Träger in einer Gouache-Malerei und Peter Jackisch in einer Holzplastik zum Thema Einsamkeit.
Auch Volker Beyer und Siegmar Cholet sind mit ausdrucksstarken plastischen Arbeiten präsent. Aus der Fülle bemerkenswerter Arbeiten seien wenigstens noch die Stadtbilder Olaf Füchtners hervorgehoben aber auch die Acrylmalerei Harald Hellmichs zur Problematik Mensch — Natur.


Zum Jahresausklang noch einmal eine Gemeinschaftsausstellung des Vereins, diesmal zum Thema ,,Schwingungen“, einem weit gefassten Thema, das viel Spielraum lässt.


Entsprechend vielfältig sind die Ergebnisse! Erkennbar sind thematische und farbige, kompositorische, ja vielleicht sogar politische ,,Schwingungen“ (wie in Jochen P. Heites Ölbild ,,Schwarz, Rot, Gold“).
Harald Hellmich ist mit 6 Arbeiten vertreten, im Gedächtnis manches Besuchers wird möglicherweise vor allem das großformatige Acrylbild ,,Licht -Spiel“ bleiben. Überhaupt ist der Beitrag der Maler quantitativ und qualitativ gewichtig.
Das belegen Olaf Füchtner mit ,,Haus über Kopf - ein amerikanischer Traum“ (Acryl), Volker Träger mit drei Entwürfen zu Wandbildern, Walter Haubold mit drei Malereien (Akt, Stilleben und Landschaft), Gabi Garcia mit drei Frauenporträts und andere Mitglieder mit verschiedenen Arbeiten.
Beachtlich sind auch die vier Kupfertreibarbeiten von Werner Küttner sowie Volker Beyers Holzkompositionen und Peter Jackischs Holzplastik ,,Flamme mit Einschuss“.


Im Laufe des Jahres bestreitet Paul Bojack drei Personalausstellungen im Lohgerbermuseum Dippoldiswalde, in der Hypo-Bank Freiberg, und anlässlich des Stadtfestes im Sommer in der Petrikirche.



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1996Es sage keiner, dass der Freiberger Kunstverein ausschließlich in herkömmlichen, ausgetretenen ,Pfaden wandele!

Im März beherbergt das Naturkundemuseum einmal nicht eine der üblichen Präsentationen, diesmal wird eine Installation, gestaltet von 13 Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Freiberg, bei manchem Besucher für ratloses Schulterzucken oder empörte Reaktionen sorgen. ,,Das soll Kunst sein?!“ Besagte Installation trägt den Titel ,,Nadelrausch“.
Weitgehend entnadelte Fichtenbäumchen (vom letzten Weihnachtsfest!), mit der Spitze nach unten weisend, wurden an einer roten Leine (sozusagen dem ,,roten Faden“) befestigt, diese wiederum ist um vier Säulen geschlungen, so dass ein lichtes Gebilde, einem Würfel entfernt ähnlich, entstand.
Die von den vier Säulen eingegrenzte Fläche ist schwarz ausgelegt, um diese herum gibt es eine mehr als meterbreite weiße Umrandung. Auf dieser liegen in dicken Schichten die rotgefärbten (!) Nadeln, welche die Fichten in den zurückliegenden Wochen verloren hatten.

Es war ein Nadelrauschen! Von allen vier Seiten angestrahlt, erschienen an den Wänden des Ausstellungssaales bizarre Licht- und Schattenspiele, eine assoziationsreiche Angelegenheit! Das Schülerprojekt wurde angeleitet von der Kunsterzieherin Daniela Oidow (selbst künstlerisch tätig und Mitglied des Kunstvereins).
Der Chefbühnenbildner des Stadttheaters, Jochen P. Heite, stand dem Projekt beratend zur Seite. Zur Eröffnung boten die Gestalterinnen zu Saxophonklängen einen pantomimischen Ausdruckstanz, den sie mit Siegmar Cholet, dem bekannten Freiberger Pantomimen, eingeübt hatten.

Die Eröffnung war sehr gut besucht, besonders die vielen jüngeren Gäste waren augenscheinlich von der Veranstaltung recht angetan.


Im November die mittlerweile traditionelle Gemeinschaftsausstellung des Vereins im Naturkundemuseum, unter dem Titel „Herbstsalon“ Erneut wird damit Einblick in das Schaffen der Vereinsmitglieder gegeben, von denen sich 21 beteiligen.

Absicht war es weniger, das Thema ,,Herbst“ zu veranschaulichen, eher war an eine Schau ausgangs des Herbstes gedacht.
Volker Träger zeigt zwei großformatige Öllasuren auf Schlagmetall, Günther Hertel ist mit Malereien ,,Auf Rügen im Spätherbst“ vertreten. Ihm geht es nach seinen Sorten um die Wiedergabe der ,,Faszination des Lichts, der Stille und der Weite einer einmaligen Landschaft“.
Der Holzgestalter Volker Beyer brachte mehrere Bilder sowie Holz- und. Bronzeplastiken in die Ausstellung ein;
von Wesselin Gospodinow sind die minutiös genau gemalten ,,Eine marokkanische Tür“ und ,,Es war einmal“ zu sehen.


Auf eine rege Ausstellungstätigkeit kann wiederum Paul Bojack verweisen. Vier Personalausstellungen bestreitet er in diesem Jahr, u.a. im bayerischen Bad Aibling.

Holger Koch hat Ausstellungen in der Galerie Schmidt-Rottluff in Chemnitz, in der Städtischen Galerie Filderstadt und in der Neuen Kunsthütte Chemnitz.

Volkmar Kircheis stellt in der Freiberger Galerie Koch aus,

Agnes und Günther Hertel stellen sich vor in der Galerie des Tharadter Kultur- und Vereinshauses.


Volker Träger, Spezialist für Wandmalerei, übergibt der Freiberger Brauhaus AG ein keramisches Wandbild zum Thema ,,Rund ums Bier“.


Der Bezug zu Freiberg wird darin durch die Stadtsilhouette mit dem einstigen Brauhaus hergestellt.


Am 19. Februar starb ein Gründungsmitglied des Freiberger Kunstvereins, Walter Haubold, im Alter von fast 87 Jahren.
Als Autodidakt betrieb er die Malerei mit Leidenschaft und Intensität. In seinen besten Arbeiten erreichte er eine ganz eigene Handschrift. Es bleibt zu hoffen, dass sein Werk nicht in alle Winde verstreut wird, dass vielmehr öffentliche Institutionen gerade in Freiberg sich Wesentliche seiner Bilder sichern mögen, denn Walter Haubold war ein Maler Freibergs und des Erzgebirges.


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1997„Sommerpalais“ - die Erste von zwei diesjährigen Vereinsausstellungen im Naturkundemuseum.

14 Teilnehmer präsentieren Aquarelle, Acryl-, Tempera- und Ölbilder, Pastelle, Collagen, Linoldrucke, Radierungen, Holzplastiken.
Auch hier ein notwendigerweise lediglich unvollständiger Überblick: Peter Jackisch und Andre‘ Pankoke zeigen Holzplastiken, Werner Küttner ist mit eindrucksvollen Blumenstilleben vertreten, Daniela Oidow mit zwei Großstadtszenen in Acryl, Landschaftsmalerei gibt es von Heiner Träger (,,Hafenlandschaft“), Carsten Gille (,,Barockgarten Großsedlitz“), Eva Taubert, Volkmar Kircheis, Ursula ,Wagner, Paul Bojack und Günther Hertel (fünf Toskana-Motive). Harald Hellmich stellt sich mit noblen Radierungen vor. Experimentierfreudig auch diesmal wieder Antje Müller und Jochen P. Heite in ihren expressiven Bildern.

Offensichtlich bringt der seit einigen Jahren vom Verein eingeschlagene Weg, die Vereinsausstellungen unter ein bestimmtes Thema zu stellen bzw. lange vorher ein Thema vorzugeben, erfreuliche Ergebnisse. Viele Mitglieder sehen in den Themenvorschlägen einen Anreiz, eine Herausforderung. Die rege Teilnahme beweist, dieser Weg wird ,,angenommen“.


Nun also im November die Schau ,,Gesicht 97“.

Bekannte Künstler wie Holger Koch, Harald Hellmich, Werner Küttner, Jochen P. Heite, Siegmar Cholet, Paul Bojack, aber auch jüngere und neue Mitglieder stellen sich in den verschiedensten Genres und Techniken vor.
Beachtenswert vielfältig sind z.B. auch plastische Arbeiten. Es gibt Holz-, Metall- und Papierplastiken zu sehen.


Holger Koch hat Ausstellungen in der Galerie Skell Schmiedeberg und in der Galerie Mitte Dresden. Paul Bojack bestreitet fünf Expositionen, vier davon in Freiberg, eine im Radebeuler Hospiz.


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1998Im März die Ausstellung eines Schülerprojekts des Freiberger Geschwister-Scholl-Gymnasiums mit dem beziehungsreichen Titel ,,Fassade“.

Die Installation in einem durch drei Zwischenwände gegliederten Raum enthält ein in gelben Stoff eingepacktes Sofa, figurative Plastiken in Lebensgröße (Papier, Gips) und Bilderrahmen an den Wänden, z.T. ohne Inhalt. Eine Installation, wie allgemein bekannt, ist die Montage verschiedener Objekte und Materialien zu einem raumbezogenen Ensemble.
Am Eingang die unübersehbare Aufforderung zum “Rechts-Rundgang“. Der also solchermaßen geleitete oder irritierte Besucher (natürlich auch der nichtirritierte!) bekommt Denkanstöße. Das Raumverhalten beispielsweise, ist es immer ,,richtig“? denn vielleicht doch besser Links-Bewegungen günstiger wären?
Die schon erwähnten Figuren stehen, so will es scheinen, ratlos-irritiert im Raum herum. Das hat gleichfalls mit uns zu tun, auch wenn es der Einzelne nicht akzeptieren will (Wahrheit tut weh).
Ein Bilderrahmen, ohne Rückwand, gibt den Blick frei auf einen Riss in der Wand, d.h. auf eine schadhafte Stelle (Schönheit des Verfalls).
In einem anderen Bilderrahmen gelangt ein vergilbtes Blatt Papier zur Ansicht. Die Schülerin Jana Richter gibt einen Ansatz zum Verstehen:
,,Mit dem Ausstellungstitel wollten wir Anstoß geben, hinter die ,Fassade‘ von Phrasen zu schauen.“

Dreizehn Schüler eines Leistungskurses im Fach Kunsterziehung unter Leitung ihrer Lehrerin Daniela Oidow haben diese Rauminstallation geschaffen, eine keineswegs belanglose, vielmehr eine erstaunlich kreative Gemeinschaftsleistung.


So anregend große Gemeinschaftsausstellungen sein mögen, so können sie doch stets nur Streiflichter bieten, können nur ansatzweise vermitteln, was den einzelnen Künstler gegenwärtig bewegt, in welche Richtung sich sein Schaffen entwickelt. Deshalb ist es gut, wenn von Zeit zu Zeit kleine Gruppen sich zu Ausstellungsvorhaben zusammentun, um dem Publikum mehr zu zeigen.

Vier Vereinsmitglieder stellen im Juni im Naturkundemuseum aus: Volker Beyer, Olaf Füchtner, Daniela Oidow und Heiner Träger.

Dazu haben sie sich einen Gast aus Italien eingeladen, der hier in Freiberg kein unbekannter mehr ist: Bruno Cappalletti aus Trento. Letzterer stellt Plastiken aus, deren Reiz u.a. auch in der ungewöhnlichen Kombination zweier gegensätzlicher Materialien besteht: Holz und Zement. Das glatte Holz und der raue, poröse Zement geben seinen plastischen Figurationen großen Reiz.
Die Plastiken Volker Beyers verdienen gleichfalls starke Beachtung. Diesmal stellt er Metallplastiken aus, und er beweist auch dabei bemerkenswerte schöpferische Phantasie - er gibt dem Material, was des Materials ist; anders gesagt: Die Form wird durch das Material und die Technologie der Bearbeitung bestimmt. Vorgeformte Materialien sind für ihn bereits plastische Angebote.
Mehrere Italien-Aufenthalte haben Olaf Füchtner, den Maler und Grafiker, zu den Bildern angeregt, die er jetzt zeigt. Historische Stätten und antike Grabungsfunde sind die Themen seiner Arbeiten, formal auf dem Grat zwischen Gegenständlichkeit und Ungegenständlichem, erfüllt von mediterranem Licht und erdgebundenen Tönen.
Von Daniela Oidow sind mehrere Kleinplastiken aus Steatit zu sehen, ausdrucksvolle Figuren in materialgerechten fließenden Formen. In ihrer Malerei bevorzugt sie gleichfalls bewegte, schwingende Linien. Deshalb geht von ihren Figurenbildern viel Dynamik aus, auch Optimismus, durch die häufige Dominanz von Gelb-, Ocker-, Orange- und Rottönen.
Heiner Träger beeindruckt neben großformatigen Ölbildern mit seinen ausdrucksstarken Linolschnitten, u.a. Freiberger und Dresdener Stadtansichten zeigend.

Mit der Eröffnung dieser Präsentation wird zugleich ein verdientes Vereinsmitglied verabschiedet: Jochen P. Heite, der sieben Jahre lang der Künstlerische Leiter des Vereins war. Ideenreichtum und Tatkraft hat er, der hauptberufliche Chefbühnenbildner am Stadttheater, der nun nach Stuttgart gehen wird, in die Vereinsarbeit eingebracht. Dafür dankte ihm im Namen aller Mitglieder der 1.Vorsitzende des Freiberger Kunstvereins, Hans Stege.


Im September gab eine große Ausstellung mit retrospektivem Charakter im Naturkundemuseum zum 65. Geburtstag Paul Bojacks.

Die bemerkenswerte Publikumsresonanz schon bei der Eröffnung verdeutlicht, welche Wertschätzung er in künstlerischer und menschlicher Hinsicht in Freiberg und weit über Freiberg hinaus genießt. - Ein Vierteljahr später wird ihm der Freiberger Bürgerpreis verliehen, ohne Zweifel eine hochverdiente Auszeichnung für seinen Beitrag als Mitbegründer des Mal- und Zeichenzirkels der Bergakademie Freiberg, für seine Tätigkeit im Freiberger Kunstverein und, wie es weiter in der Begründung zur Preisvereihung u.a. heißt, ,,für seine über Jahrzehnte andauernden Beiträge zum kulturellen Leben in Freiberg“.


Als Jahresausklang die Ausstellung ,,Reise - Impressionen“, die diesmal von einer kleineren Gruppe folgender 8 Kunstschaffender zusammengestellt wurde: Siegmar Cholet, Emmo Eulen, Gabriele Garcia, Harald Hellmich, Agnes Hertel, Günther Hertel, Peter Jackisch und Volker Träger.

Gezeigt werden Malerei, Grafik und Plastik. Ansichten von Griechenland (Delphi, Korinth), Mallorca, Zypern, der Toskana, Ungarn und Kuba, Paris und Lissabon finden ganz gewiss das Interesse eines größeren Publikums.


Holger Koch hat drei Personalausstellungen: in der Galerie Schmidt-Rottluff Chemnitz, Galerie Casarte Aschaffenburg sowie in der Orangerie Benrath Düsseldorf.


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1999Kurz vor dem Wechsel in das Jahr 2000, von dem manche allen Ernstes behaupten, es sei bereits das erste Jahr des neuen Jahrtausends, gibt es eine Gemeinschaftsausstellung des Vereins im Naturkundemuseum zum Titel „Visionen 2000“.

Beteiligt sind 20 Vereinsmitglieder mit Öl— und Temperamalerei, Collagen, Aquarellen und Ölpastellen sowie Plastiken und Objekten. Erfreulich die kritische Sicht auf Heutiges in der Mehrzahl der Arbeiten. Ablesbar schon in Titeln wie:
,,Woher — wohin?“
,,Nach uns“
„Licht am Ende des Tunnels“
,,Schütze den blauen Planeten“
,,Landschaft - monetär“
,,Quo vadis drittes Jahrtausend“
,,Welttheater“

u.a. Von Siegmar Cholet fällt eine große Papierplastik auf (aus Zeitungspapier): ,,Europa und der Stier“ - auf den ersten Blick auf Mythologisches verweisend, doch mancher Betrachter wird möglicherweise an weitere Zusammenhänge denken, z.B. daran, dass an der Börse der Stier als Symbol für bestimmte Entwicklungen steht.

Volker Beyer schuf aus Holz, Metall und den unterstniedlichsten Fundstücken einen ,,Altar“ - gleichfalls ein assoziationsreiches Werk. Was wird angebetet/verehrt? Was wird wem geopfert?
Eine großformatige Malerei von Harald Hellmich zeigt einen riesigen Hai, furchteinflößend mit weit aufgerissenem Rachen sich auf den Betrachter zu bewegend, im fein differenziert gemalten Hintergrund an mehreren Stellen, einmal mehr, einmal weniger auffallend, in unterschiedlicher Größe (durchaus nicht plakativ!) das Wort ,,Kapital“...


In der Freiberger Galerie gibt es noch im Februar eine Ausstellung mit Ölbildern, Aquarellen und Grafik von Volkmar Kircheis, und an der November-Ausstellung in der gleichen Galerie beteiligen sich an der Schau ,,Am Ende des Jahrtausends“ folgende Vereinsmitglieder: Paul Bojack, Olaf Füchtner, Wesselin Gospodinow, Harald Hellmich, Volkmar Kircheis, Holger Koch.


Drei Vereinsmitglieder haben außerhalb Freiberg folgende Einzelausstellungen:

Paul Bojack in der Kuppelhalle Tharandt, Klinik Hetzdorf, Kirche zu Quatitz bei Bautzen
Holger Koch stellt im Club Mari in Dresden aus
Günther Hertel zeigt seine Bilder in der Kirche zu Neukirchen


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2000Zum 80. Geburtstag von Günther Hertel, einem der Gründungsmitglieder des Vereins, gibt es im Naturkundemuseum eine Ausstellung mit dem Titel ,,Gelebtes Leben“.

Arbeiten aus etwa 35 Jahren sind zu sehen, wobei der Schwerpunkt auf dem Schaffen der letzten 15 Jahre liegt. Landschaften bestimmen hauptsächlich die Auswahl, einige Aktdarstellungen und Portraits runden die Präsentation ab. Beispiele von Öl- und Temperamalerei, einige Aquarelle, auf graphischem Gebiet Handzeichnungen, Lithographien, Aquatinten und Kaltnadelradierungen belegen die Vielseitigkeit Günther Hertels. Eine qualitätsvolle Ausstellung!


Die Sommerpräsentation des Vereins ist einer bestimmten Technik gewidmet, dem Aquarell.

Von 17 Mitgliedern sind über 50 Arbeiten ausgestellt, vorzugsweise Landschaften. Es gibt im Verein einige Künstler, die sich seit vielen Jahren dieser Technik verschrieben haben und über profunde Erfahrungen in dieser schwierigen Maltechnik verfügen.
Von Harald Hellmich, Paul Bojack, Werner Küttner, Volkmar Kircheis, Emmo Eulen, Günther Hertel, Lichtblau u.a. sind gute Blätter zu sehen.


Zum Jahresausklang veranstaltet der Verein die Ausstellung ,,Sichtweisen“.

Sie ist den jüngeren und jüngsten Mitgliedern vorbehalten; Es stellen aus: Silke Brestrich, Judith Bretschneider, Rico Joachim, Sophia Kiesewalter, Regine Menz, Marielle Morawitz, Antje Müller-Palasti, Kathrin Oehme, Daniela Oidow, Ortrun Rudelt und Christiane Zander.
Es gibt viele erfreuliche, originelle Leistungen in dieser Übersicht, besonders wertvoll erscheint, dass die Mehrzahl der Arbeiten figurative Bilder sind.

Der Verein ist bestimmt auf dem richtigen Weg, solche Gruppenpräsentationen zu fördern, in denen die Handschriften und Sichtweisen der Beteiligten zueinander passen.


Im Januar/Februar erfuhr die Arbeit des Malers und Graphikers Holger Koch eine weitere Würdigung dadurch, dass eine renommierte Ausstellungsstätte in Dresden, das Leonhardi-Museum, eine Präsentation seiner Arbeiten ermöglichte.

Unter dem Titel ,,Domäne für Dämonen“ (Koch ist ein erklärter Freund des Wortspiels und der Wortspielerei!) werden Arbeiten vorgestellt, die allesamt 1999 entstanden sind und Zeugnis geben von seiner künstlerischen Produktivität. Vieles an den Bildern Holger Kochs, vielleicht sogar das meiste, mutet skurril und grotesk an, neigt jedoch nirgendwo zum Nihilistischen, bleibt immer menschenfreundlich. Wenn wir bedenken, wie unsere heutige Welt beschaffen ist (eventuell schon immer war?), mit ihren Verrücktheiten, Unsäglichkeiten, Sinnwidrigkeiten - dann ist dieser Künstler ganz nahe an der Wirklichkeit.


Paul Bojack stellt sich in drei Personalausstellungen vor: in Tharandt, in der Jakobikirche Freiberg und in der Galerie Koch, Freiberg. Auch Volkmar Kircheis bestreitet in Freiberg zwei Ausstellungen.


Im November ist der Maler und Kunsterzieher Günther Hertel nach schwerer Krankheit gestorben.

Wir alle haben noch seine Ausstellung zum 80.Geburtstag in lebhafter Erinnerung. Es war ein Glück, dass er diese Ausstellung und vielerlei Ehrungen zu seinem Jubiläum noch erleben konnte. Er wird von allen, die ihn gekannt haben, nicht vergessen werden, denn er war im besten Wortsinne eine Persönlichkeit!


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Nachtrag



1885-1888: am 20.02.2007 fand Volker Träger im Stadtarchiv Einträge über die Jahre 1885/88

1991-2000: eine Auswahl der Ausstellungen des Freiberger Kunstvereins von Manfred Schroth zusammengestellt



Beutler, Gustav Otto Jurist und Oberbürgermeister

Gustav Beutler
Quelle: Wikipedia
Gustav Otto Beutler wurde am 06.08.1853 in Waldenkirchen im Vogtland geboren. Er studierte in Jahren 1873 bis 1876 an der Universität Leipzig das Fach Jura. Danach übte er mehrere Jahre die Tätigkeit eines Rechtsanwaltes und später die Posten des Bürgermeisters in Freiberg und Meerane aus. 1888 bis 1993 arbeitete Beutler im sächsischen Finanzministerium.
Nach seiner Laufbahn als Zweiter Bürgermeister in Dresden wurde er am 07.02.1895 zum Oberbürgermeister von Dresden und 1897 auf Lebenszeit gewählt. Gustav Otto Beutler unterstützte den Ausbau Dresdens zur Großstadt. Während seiner Amtszeit bewirkte er die Versorgung Dresdens mit elektrischem Strom, den Ausbau von Markthallen, Verkehrswegen, Ausstellungsgebäuden und den Bau des neuen Rathauses. Sein Engagement führte zur Eingemeindung von 17 Dresdner Vororten.
Im Jahre 1915 schied Beutler aus dem Amt. Noch im selben Jahr wurde er zum Ehrenbürger von Dresden ernannt. Am 01.08.1926 verstarb Gustav Otto Beutler. Um seine Verdienste zu würdigen, wurde der „Beutlerpark“ an der Reichenbacher Straße nach ihm benannt.

Erwin Papperitz
Quelle: TU Freiberg
Papperitz, Erwin Geheimer Bergrat Professor (1857-1938)

Vorsitzender:
1899-1900,
1901-1909,
1914-1918,
1922-1926


Schertel, Arnulf Bergrat Professor (1841-1902)

Vorsitzender:
1900-1901



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